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Erdbeben

von Ruedi Hofer
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Ruedi Hofer mit dem Thema Erdbeben. Wie Erdbeben entstehen und welche zerstörerische Kraft sie haben erklärt er eindrücklich im folgenden Artikel. Weiterlesen...

Gleich und doch nicht gleich

Sicher kennt Ihr alle die zwei PINGU-Briefmarken die beide im selben Jahr von der Post gedruckt wurden. Im März 1999 erschienen die Sondermarken „Klein-Pingu“ (70 Rp.) und „Papa-Pingu“ (90 Rp.).

Wie ihr sehen könnt sind die Pakete mit einer Schnur zusammen gebunden.

So eine Schnur hat sowohl Nachteile wie auch Vorteile. Wer ein etwas schwereres Paket an der Schnur trägt, weiss wie schmerzhaft es sein kann, wenn sie sich in der Hand einschneidet. Solche Pakete konnte man ganz einfach mit einem Sackmesser transportieren. Dazu benötigte man einfach den Mehrzweckhaken, der bei der Schnur eingehängt werden konnte.

Wo liegt der Unterschied?

Da das Paketvolumen in den letzten Jahren immer mehr zunahm (150 Millionen Pakete pro Jahr), musste auch die Technik modernisiert werden. In den neuen Sortieranlagen konnte sich die Schnur verheddern, sodass diese still stehen würden. Darum änderte die Post die Vorschriften für Pakete auf den Januar 2000.

Die Neuauflage vom Dezember 1999 zeigt einen vorbildlichen PINGU, welcher keine Schnur um das Paket bindet.

Die neue Auflage in gleicher Zeichnung einfach ohne Schnur.
Die Marken wurden am 27.11.1999 an die Poststellen verteilt, waren aber erst ab 06.12.1999 frankaturgültig.

Das Einschreiben zum günstigeren Preis

Seit Anfang 2014 können Postkunden bequem von zu Hause aus ihre eingeschriebenen Briefe vorbereiten und in jeden Briefkasten werfen oder an jedem Schalter der Post abgeben. Statt am Schalter Schlange zu stehen, kann man bequem im Postshop oder bei der Poststelle diese Einschreibezettel zu 5.50 Fr. statt 6.00 Fr. kaufen.

Diese Einschreiben Prepaid-Zettel sind nur für Briefe im Inland bis zum Format B5, Gewicht bis 250 gr und 2 cm Dicke gültig. Mit der 18-stelligen Sendungsnummer kann die Sendung vom Kunden verfolgt werden.

Die erste Erfassung des eingeschriebenen Briefes erfolgt bei der Sortierung in einem Briefzentrum. Geht der Brief zwischen dem Briefkasten und dem Briefzentrum verloren, gibt es keine Möglichkeit zu beweisen, dass der eingeschriebene Brief tatsächlich auch abgeschickt wurde. Solche Beweise sind dann wichtig, wenn es um die Kündigung von Arbeitsstellen, Wohnungen, etc. geht. Der Einschreiben Prepaid-Zettel ist mit einem Ablaufdatum versehen.

Anfangs 2015 wurde Einschreiben Prepaid mit Barcode und Sendungsnummer versehen. So hat der Kunde eine zusätzliche Möglichkeit, seine Sendung mit einem Barcodescanner zu verfolgen.

Wenn wir den Einschreibebrief am Schalter aufgeben, erhalten wir eine Quittung. Anders als beim normalen Einschreibebrief steht der Name des Empfängers nicht darauf. Die Nummer des Briefes ist jedoch auf der Quittung vermerkt.

Quellennachweis: Post CH AG

Na sowas!

Auf der Suche im Internet nach passenden Briefmarken zum Thema Schnecken stiess ich auf einen Briefmarkensatz mit einem Block aus der Republik Somalia 1999.

 

Da ich ein ganz spezielles Kapitel bearbeiten wollte, freute ich mich riesig auf diese Briefmarkenausgabe. Um die lateinischen Namen der Schnecken zu übersetzten, nahm ich den Briefmarkenkatalog zur Hand.

Nach längerem Suchen stellte ich fest, dass dieser Briefmarkensatz zu den illegalen Ausgaben gehört. Auf diversen Homepages von internationalen Händlern wird diese Markenserie so beschrieben: Die Legalität dieser Ausgabe ist ungeklärt!

Wie bei vielen Dingen geht es auch hier um viel Geld. Weitere Informationen findet Ihr hier.

Das grösste Omelett der Welt

An Ostern wird wie in vielen anderen Ländern auch in Frankreich die Auferstehung Christi gefeiert. Wie anderswo gibt es je nach Region verschiedene Traditionen zu diesem Fest. Eine davon ist ziemlich verrückt und soll aus der napoleonischen Zeit stammen.

Da gibt es eine südfranzösische Kleinstadt mit dem Namen Bessières, die mit einer besonders leckeren Ostertradition auf sich aufmerksam macht. An Ostermontag stehen tausende von Menschen auf dem Marktplatz der Stadt und schauen dem Treiben der vierzig Köche zu. Zuerst wird mit einem Gabelstapler eine riesengrosse Pfanne (4 m Durchmesser) über ein gewaltiges Feuer geschoben. In dieser grossen Pfanne bereitet die Riesen-Omelette-Bruderschaft von Bessières ein gigantisches Omelett aus 15‘000 frischen Eiern zu. Die Bruderschaft verteilt sie mit frischem Baguette an die Menschenmenge, als Symbol der Freundschaft und des kulturellen Austausches.

Als Ursprung dieser Tradition wird Napoleon Bonaparte genannt. Er soll irgendwann an Ostern mit seiner Armee in der Nähe von Bessières übernachtet haben. Napoleon soll in einem örtlichen Gasthaus ein so gutes Omelett gegessen haben, dass er die Einwohner der Stadt aufforderte, alle Eier einzusammeln. Er befahl den Städtern, seiner Armee ein riesiges Omelett zuzubereiten.

Viel Spass bei unserem Wörterrätsel. (Lösung)

Harry Potter aus dem Tessin oder Zumstein Nr. 67.1.11: Kopfstehender sämischer Unterdruck

Von Martin Abplanalp, veröffentlicht am 12. April 2015

Die Internet-Onlineauktionen sind immer wieder für Überraschungen gut und wachgebliebene Sammlerfüchse erfreuen sich den neuesten Entdeckungen.

Vor einiger Zeit konnte ich die oben erwähnte moderne, aber sehr seltene Abart für ein paar wenige Franken erwerben. Es war ein Angebot des kompletten Satzes in dem sich die besagte Marke befand.

Der gesamte sämische Unterdruck steht auf dem Kopf - die Tessinerin sieht mit dem Blitz auf der Stirn ein wenig wie Harry Potter, der bekannte Zauberer aus den gleichnamigen Büchern, aus. Katalogwert rund 10'000 Franken; bezahlt keine 10 Franken - ein wahrer Glückstreffer!

Wer über das nötige Fachwissen verfügt, regelmässig die Angebote durchforstet - sei es online oder an den Markenbörsen vor Ort - und mit ein wenig Glück alleiniger Bieter für die entdeckte Trouvaille bleibt, dem kann so etwas auch passieren: In diesem Sinne wünsche ich euch allen viel Glück beim Finden eures persönlichen Glücktreffers im neuen Jahr 2015.